„Am meisten hat mich der Revival 4000 bei Gitarren beeindruckt“, fährt Malsch fort. „In vielen der Stücke, die ich aufnehme, klingen die Gitarren im Bereich von 3 kHz, 5 kHz und 7 kHz sehr aggressiv.“ Durch den Einsatz des De-Essers im Channel-Strip, so sagt er, „konnte ich genau die richtige Menge dieser störenden Frequenzen zwischen 3 kHz und 4 kHz abschneiden, um den Klang zu glätten. Ich habe auch mit dem Hochpass ein wenig im Tieftonbereich und mit dem Tiefpass ein wenig im Hochtonbereich gefiltert, aber der De-Esser hat mich wirklich umgehauen. Er war die Geheimwaffe dieses Channel-Strips. Gleichzeitig fand ich, dass 800 Hz, die ich oft bei Gitarren einsetze, wirklich angenehm klangen. Es klang wie der 4k-Kanal-EQ meiner Konsole, aber viel kraftvoller und offener.“
Reddick sagt, er habe im Laufe der Jahre immer wieder zwischen verzerrten und unverzerrten Gitarrensounds hin- und hergewechselt. „Ich bin kein verrückter Gitarrist, aber ich lege Wert auf kleine Nuancen, und bei den Gitarren in dieser Session war es so, dass der Channel Strip diese Aggressivität und Klarheit hatte, und ich wollte das fast gar nicht zu sehr verwaschen. Ich war total begeistert. Dan hat an diesen kleinen Stellen daran herumgebastelt und es wirklich, wirklich zum Strahlen gebracht.“
Reddick erzählt, dass ein befreundeter Produzent seine Stimme als „scharf“ beschreibt, aber das Revival 4000 hat das problemlos verkraftet. „Ich fing an zu singen und Dan fragte: ‚Willst du es dir mal anhören?‘ Ich fand es großartig. Wir waren sofort zufrieden. Er schaltete einen weiteren Kanal für ein Mikrofon daneben zu, und das war schließlich das Mikrofon, das wir für Rob verwendet haben. Ein paar Drehungen an den Reglern, und auch sein Gesang war perfekt.“ Reddick sagt, dass er oft erst nach dem Abmischen des Songs ganz zufrieden mit seinem Gesang ist, aber bei dieser Session „wollte ich den Song immer wieder hören, weil er klang, als wäre er bereits abgemischt. Und das lag am SSL-Kanalzug.“