120dB Sound Engineering war diesen Sommer sehr beschäftigt und stellte sowohl ATMOS- als auch ST1-Systeme für die Tonaufzeichnung verschiedener Veranstaltungen bereit, darunter mehrere Open-Air-Konzerte im Rahmen der „Męskie Granie 2022“-Tournee, bei der namhafte polnische Künstler auftraten. Eine von 120dB aufgenommene Veröffentlichung von Męskie Granie 2020 wurde kürzlich in Polen mit Platin ausgezeichnet. Das Unternehmen nahm außerdem Jimek – den Komponisten Radzimir Dębski, einen der bekanntesten Musikproduzenten Polens – bei der Aufführung seiner einzigartigen symphonischen Orchestrierung „The History of Rap“ auf, einem Projekt, das 190 Spuren erforderte. ATMOS nahm zudem am Filmmusikfestival in Krakau teil.
Mit System T wird ATMOS auf die nächste Stufe gehoben
Die Musikalität jedes Mixes, der über das System T erstellt wird, ist das, was viele Techniker, die in den 120-dB-Übertragungswagen arbeiten, besonders hervorheben, berichtet Mika. „Beim Abmischen fügt sich alles musikalisch nahtlos zusammen. Wenn man gute Quellen hat, ist es auch dann in Ordnung, wenn man nichts an EQ oder Dynamik verändert. Man muss nur die Fader hochziehen, und es klingt großartig. Danach kann man es noch verbessern, aber man muss gar nichts tun – auf einem SSL kann man nichts tun, und es ist trotzdem in Ordnung!“
Wie Gast-Toningenieure schnell feststellen und wie die Toningenieure von 120dB bereits wissen, ist die Anordnung des System T sehr logisch und einfach zu bedienen, selbst wenn man zuvor noch nie an einem digitalen Mischpult gearbeitet hat. „Es ist sehr einfach, das zu tun, was man tun möchte“, sagt Mika. „Es ist kein analoges Mischpult, aber alles ist dort, wo es sein muss. Man muss nicht erst nach bestimmten Parametern oder Reglern suchen. Selbst wenn man neu am System T ist, befindet sich alles auf dem Kanalzug, genau wie bei einem analogen Mischpult.“
ATMOS ist zwar nicht der einzige Übertragungswagen in Polen, der immersives Mischen unterstützt, aber wahrscheinlich der einzige, der eine kompromisslose Abhörumgebung bietet. In einem TV-Übertragungswagen, so Mika, sei der Tonregieraum in der Regel sehr klein. „In TV-Übertragungswagen muss man immer mit den räumlichen Gegebenheiten und der schlechten Abhörsituation kämpfen. In TV-Übertragungswagen platziert man die Dolby-Atmos-Höhenlautsprecher dort, wo es gerade geht, nicht dort, wo man sie haben möchte. Es ist unmöglich, in solchen Räumen gut klingendes Audiomaterial zu produzieren.“ Doch im ATMOS-Übertragungswagen von 120dB, so Mika, seien die Abmessungen und die Akustik so optimiert worden, dass ein Erlebnis entsteht, das einer stationären Mischanlage viel näher kommt. „Unser Raum ist 2,5 m (8 ft.) mal 4,5 m (18 ft.) groß und hat eine Deckenhöhe von 2,2 m (7,2 ft.), also ist er wie ein normaler Tonraum in einem Produktionsstudio“, sagt er. „Wir wollen den Tontechnikern einen besseren Arbeitsplatz bieten.“